Hospitalvereinigung St. Marien Köln

Von Raphael Weise

Einrichtung

In den Kölner Krankenhäusern der Hospitalvereinigung St. Marien GmbH ist im Bereich der Radiologie seit 2007 ein multinodales PACS mit einem gemeinsamen Langzeitarchiv im Auf- und Ausbau. Neben den vier Krankenhausstandorten sind dabei auch die Auftrags-/Befund-Kommunikation mit einem MVZ und einem Facharztzentrum zu integrieren. Insgesamt sind derzeit 35 Modalitäten angeschlossen. Für die Abbildung des HL7-Workflows und den Aufbau der DICOM-Worklists werden ein zentraler Cloverleaf® Kommunikationsserver und vier DICOM Adapter IDeal der Health-Comm GmbH eingesetzt.

IT-Strategie

Aufgabe des Kommunikationsservers ist es, die zum Teil nicht HL7-konformen Auftragsanforderungen anzunehmen und im HL7-Format an den jeweiligen Worklist-Broker zu übermitteln. Ebenso werden Befundnachrichten an das PACS übermittelt, um in der Langzeitarchivierung Bild- und Befunddaten gemeinsam verfügbar zu haben. Eine weitere wichtige Aufgabe des Kommunikationsservers ist die Übermittlung von HL7-Nachrichten zu Patienten-Bewegungsdaten. Dies dient zum einen der Synchronisation von Identifikationsdaten zwischen dem PACS und den Krankenhaus- bzw. Praxisinformationssystemen, zum anderen wird so zukünftig auch eine gezielte Bereitstellung aus dem Langzeitarchiv für einzelne PACS-Knotenpunkte möglich.

Aufgabe der Worklist-Broker ist die Erzeugung der DICOM-Worklist für die Modalitäten am jeweiligen Stand-ort. Im Gegensatz zum Kommunikationsserver wurde eine dezentrale Konzeption, analog zu dem Knotenkonzept des PACS, gewählt. Dies ermöglicht im Rahmen des Ausfall-konzeptes die manuelle Eingabe oder Fehlerkorrektur am Standort und senkt die Komplexität der Administration der einzelnen Worklisten.

Zusammenarbeit mit der Health-Comm GmbH

Im Rahmen des Gesamtprojektes war die beschriebene Kommunikationslösung erfreulich schnell betriebsbereit und befindet sich seitdem in einem zuverlässigen, wartungsarmen Betrieb. Hilfreich ist dabei die hohe Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Nachrichten-Workflows, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren und deren Umsetzung evaluieren zu können. Dies betrifft sowohl organisatorische wie technische Aspekte aller am Gesamtprojekt beteiligter Komponenten. Von Vorteil erweist sich zudem die einfache Bedienung, die es ermöglicht, neue Modalitäten eigenständig in kürzester Zeit in die Worklist-Kommunikation zu integrieren.

Hospitalvereinigung St. Marien Köln
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